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    Etwas Theorie und Geschichte zum Klettern PDF Drucken E-Mail
    Geschrieben von: Christian Wally   
    FRIDAY, 08 AUGUST 2008 19:38

    Es gibt viele Arten von Klettern. Kinder klettern am Spielplatz und auf Bäume. Bauarbeiter auf Baugerüste und so weiter. Wenn wir bei klettern.at vom Klettern reden, meinen wir natürlich das Klettern am Fels, in der Halle, oder eventuell im Eis. Die populärste Form des Kletterns ist heute das freie Klettern oder auch Freeclimbing genannt. Das war nicht immer so.

    Der Alpinismus als Sport oder Freizeitbeschäftigung entstand mitte des 19.Jahrhunderts, in Folge zunehmenden Interesses an der Natur. Bis in die 1920er Jahre beschränkte sich die Ausrüstung der Bergsteiger auf Nagelschuhe und Hanfseil. Obwohl auch damlas Routen erschlossen wurden die auch mit der heutigen Technik als Herausforderung gelten,  setzte das den machbaren Touren natürliche Grenzen. In den 1920er Jahren wurde daher das sogenannte Technische Klettern entwickelt bei dem die Bergsteiger künstliche Haken als Griffe oder Seilleitern und soweiter zum Klettern benutzten. Bis in die 1930er Jahre wurden mit diesen Methoden alle wichtigen Nordwände der Alpen begangen. Da mit dieser Methode theoretisch alle Schwierigkeiten überwunden werden können geriet die Technische Kletterei in eine Sackgasse.

    So entstand das Frei Klettern als Gegenbewegung. Die Wiege dieser Form des Kletterns liegt im Elbsandstein Gebirge, der sogenannten Sächsischen Schweiz, wo seit über 100 Jahren so geklettert wird. Als Grundlage dienen seit 1910 die Sächsischen Kletterregeln. Von dort wurde es vom Dresdner Fritz Wiessner anfang der 1930er Jahre in die USA "exportiert" und erst in den 1970er und 1980er Jahren in Europa "rück importiert".

    Sport lebt in Weiten Teilen vom Vergleich mit anderen - vom Wettkampf.  Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, müssen Regeln angewendet werden. Dabei stellt sich zunächst die Frage nach dem Begehunsstil. Die heute bekanntesten und allgemein anerkannten Stile sind die Rotpunkt, Flash und Onsight

    Die Regeln für Rotpunkt  Begehungen leiten sich aus denweiter oben genannten Sächsischen Kletterregeln her. Das wichtigste ist dass Haken, Klemmkeile und soweiter nur zur Sicherung verwendet werden. Also nicht zum hochziehen oder Ausruhen. Bei einem Sturz muss das Seil abgezogen und vom Boden erneut begonnen werden.

    Um eine Flash Begehung handelt es sich dann wenn ein Kletterer eine ihm unbekannte Route nach den rotpunkt Regeln durchsteigt. Wobei zuvor Informationen über die Route einholen kann, sei es durch Beobachtung, durch vorheriges Abseilen über der Route und so weiter.

    Die Onsigth Begehung erfordert als zusätzliche Schwierigkeit, dass der Kletterer eine ihm unbekannte Route durchsteigt. Die Route darf dabei nur von unten eingesehen werden und es darf kein anderer Kletterer zuvor beobachtet werden. Dieser Begehungsstil hat vorallem beim Wettkampfklettern seine Bedeutung, wo die Athleten einander nicht zusehen dürfen weil dadurch für die später startenden ein Vorteil entstünde.

    Andere Kletterstile, wie zum Beispiel das Toprope Klettern (von oben gesichert) werden nicht als vollwertige Begehungen anerkannt.

    Aber der Stil ist natürlich nur der eine Teil der für den Vergleich untereinander notwendig ist. Der andere ist das Messen der Schwierigkeit. Dazu werden die Kletterrouten in Schwierigkeitsskalen eingeteilt. Die bei uns gebräuchlichsten Skalen sind die UIAA und die Französische Skala

    Die UIAA Skala beginnt bei I und ist nach oben offen (derzeit sind die schwierigsten Routen mit XI+ berwertet). Zur feineren Abstimmung werden die Bewertungen zusätzlich mit einem vorgestellten - oder + Zeichen unterteilt.

    In der Französischen Skala werden die Schwierigkeiten mit Ziffern und nachfolgendem Bustaben a, b oder c und optionalem + Zeichen unterteilt.

    Hier eine Tabelle mit den UIAA Schwierigkeitsgraden und der entsprechneden Französischen Bewertung:

    UIAA Berwertung Französische Skala
     I 1
     II 2
     III 3a
     III +
     3b
     IV -
     3c
     IV 4a
     IV +
     4b
     V -
     4c
     V 5a
     V +
     5b
     VI -
     5c
     VI 5c+
     VI +
     6a
     VII -
     6a+
     VII 6b/6b+
     VII + 6b+/6c
     VIII -
     6c+
     VIII 7a
     VIII +
     7a+/7b
     IX -
     7b/7b+
     IX 7c/7c+
     IX +
     7c+/8a
     X -
     8a/8a+
     X  8b/8b+
     X +
     8b+/8c
     XI -
     8c/8c+
     XI 8c+/9a
     XI +
     9a+

     

     


     

     

     

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