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    FRIDAY, 27 MARCH 2009 09:33

    Bouldern

    Der Begriff Bouldern ist der englischen Bezeichnung für „Felsblock“ entlehnt und bezeichnet das Klettern ohne Seilsicherung in geringer Absprunghöhe. Generell lassen sich Kraft und Technik damit besonders gut trainieren, und es ist neben dem ungleich risikoreicheren Soloklettern die einzige Klettersportart, die alleine betrieben werden kann. Heute ist das Bouldern als eigenständige Spielart des Kletterns anerkannt und wird am Fels wie auch an künstlichen Anlagen betrieben.

    Geschichte

    In Fontainebleau nahe Paris wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts seilfrei geklettert. Heute gilt es als Europas Bouldermekka. Der eigentliche Beginn der Bewegung liegt jedoch in den 1950er Jahren in den USA: John Gill trainierte an Felsblöcken Kraft und Bewegungsdynamik, um seine Leistungen beim Ringeturnen zu verbessern. Er hat Boulder geschaffen, die bis heute zu den schwersten der Welt zählen.
    Deutscher Pionier war Wolfgang „Flipper“ Fietz, der vor allem in den frühen 1980ern im Frankenjura mit schweren Boulderlinien von sich Reden machte. In den 1990er Jahren gewann parallel zum Sportklettern auch das Bouldern immer mehr Anhänger. Heute bouldern viele Kletterer gezielt zur Kraftverbesserung, es hat sich jedoch auch eine eigenständige Gemeinde reiner Boulderer gebildet, die tendenziell als sehr locker und spaßfreudig gilt.

    Wo bouldern?

    Finden Wettkämpfe gewöhnlich an künstlichen Boulderwänden statt, die praktisch jede Kletterhalle hat, sind viele Boulderspezialisten doch ausgewiesene Felsfanatiker. An Bouldergebieten hat Deutschland neben dem Frankenjura einiges zu bieten, allen voran in Pfalz und Eifel. Insgesamt sind Bouldergebiete von ernst zu nehmenden Gebirgsketten wenig abhängig; sie finden sich überall auf der Welt, wo es Felsbrocken mit Kantenlängen ab wenigen Metern gibt. Zusätzlich sind Ruinen und Brücken als Boulderareale erobert worden, wobei hier vom „Buildering“ gesprochen wird.

    Umwelt

    Bei allen Gebieten und Gebäuden sollte man darauf achten, dass Bouldern erlaubt ist. Es kommt auch immer wieder zu Konflikten mit dem Naturschutz, die durch rücksichtsvolles Verhalten auf ein Mindestmaß reduziert werden können, sodass erschlossene Gebiete nicht dauerhaft gesperrt werden. Dazu zählt vor allem: vorübergehende Sperrzeiten zum Schutz von Tieren akzeptieren, Chalk -Verbote beachten, ausgewiesene Parkplätze und Wege benutzen, keinen Lärm veranstalten und den eigenen Müll mitnehmen.

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