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Klettersteige & Ausrüstung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Clemens   
SATURDAY, 19 SEPTEMBER 2009 18:57

Wem das Bergwandern auf Dauer zu langweilig ist, das hochalpine Bergsteigen dagegen zu dramatisch und gleichzeitig eine sportliche Komponente zusagt, der wird Spaß an Klettersteigen haben: mit Drahtseilen gesicherten und mit Eisentritten versehenen Wegen im Fels, die ohne diese Hilfsmittel leichte bis durchaus schwere Kletterpartien darstellen würden.
Entstehung und Verbreitung von Klettersteigen


Hilfsmittel wie Leitern zur Erschließung von Wegen sind in den Alpen so alt wie die Bewirtschaftung der höheren Regionen. Im 19. Jahrhundert entstanden dann die ersten Klettersteige im Rahmen des Bergsteigbooms. Obwohl es heute im gesamten Alpenraum bis nach Norditalien sowie in den Pyrenäen Klettersteige gibt, Tendenz steigend, gelten die Dolomiten als eine der klassischen Klettersteigregionen, was auch darauf zurückzuführen ist, dass dort während des Ersten Weltkriegs viele „Vie Ferrate“ (Italienisch für „Eisenwege“) als Versorgungs- und Truppenwege eingerichtet wurden. Auch außerhalb des europäischen Festlands finden sich einige Klettersteige, zum Beispiel in England oder den USA.
Häufig sind Klettersteige heute in Höhenwege integriert und damit in der Regel über Hüttenzustiege zugänglich. Da sie sich als eigenständige Spielart des alpinen Bergsports etabliert haben, sind viele aber auch schnell, also im Rahmen einer Tagestour erreichbar.
„Technisches“ zu Klettersteigen


Allen Klettersteigen gemeinsam ist die Absicherung mit einem Drahtseil, das im Abstand von mehreren Metern über Halterungen im Fels verankert ist. Dieses Fixseil dient der Sicherung über das direkte Einklinken via Karabiner. Dort, wo der Fels keine guten Trittmöglichkeiten bietet, sind stattdessen Stifte oder Klammern aus Eisen eingebracht, an passenden Stellen auch Leitern oder sogar Brücken. Die Länge der einzelnen Steige ist äußerst unterschiedlich und deckt eine Bandbreite von unter einer bis über acht Stunden durchschnittlicher Begehungszeit ab.
Die oberste Regel beim Klettersteiggehen ist, immer im Seil eingeklinkt zu sein. Letzteres lässt sich zusätzlich gut als „Handlauf“ verwenden, die Tritte können natürlich ebenfalls als Griffe genutzt werden.

Klettersteige - Schwierigkeitsgrade & Risiko