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Klettersteige - Schwierigkeitsgrade & Risiko PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Clemens   
SATURDAY, 19 SEPTEMBER 2009 19:00

Schwierigkeitsgrade bei Klettersteigen


Klettersteige werden in die Schwierigkeitsgrade A (wenig schwierig) bis E (extrem schwierig) eingeteilt:

  • „A“ bezeichnet einen insgesamt wenig steilen Via Ferrata mit guten Griffen und Tritten und kaum ausgesetzten Stellen, für welchen geübte  Klettersteiggeher keine Klettersteigsicherung benötigen.
  • Ein sehr schwerer D-Steig hingegen weist senkrechten bis überhängenden, ausgesetzten Fels und oft spärliche Ausstattung mit Klammern und Stiften bei ansonsten gern kleinen Tritten und Griffen auf; sehr gute Armkraft und körperliche Fitness sind Voraussetzung. Er eignet sich nicht für Kinder und Anfänger.
  • Der selten vorkommende Schwierigkeitsgrad E, der alle D-Merkmale noch weiter steigert und verstärkt in den Bereich des Kletterns vorstößt, ist nur absoluten Könnern vorbehalten, die hierbei nicht selten sogar einen Seilschaftsverband bilden.
Risiko bei Klettersteigen
Besonders hervorgehoben werden sollten die speziellen Gefahren des Klettersteiggehens, die sich teilweise deutlich von denen des Kletterns im Gebirge unterscheiden.
  • Der Sturz: Im Gegensatz zum Klettern, wo ein Sturz durch das lange Kletterseil weich abgefangen werden kann, endet der Sturz im Klettersteig abrupt am nächsten Ankerpunkt des starren Drahtseils. Die dabei auftretenden hohen Kräfte, der hohe Fangstoß, stellen in sich ein hohes Verletzungsrisiko dar und können auch das Material in gefährlicher Weise belasten. Dazu kommen die in Steigen häufig vorkommenden hervorstehenden Felsbänder und natürlich die Eisenstifte und -klammern, die bei Stürzen tendenziell schwere Verletzungen verursachen, sodass ein Sturz besser zu vermeiden ist. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Abstand zwischen den Personen – ist der Nachfolgende zu dicht unterhalb des Ankerpunkts, an dem der Sturz des Vorausgehenden endet, kann er vom Stürzenden verletzt werden.
  • Das Wetter: Einen sehr wichtigen Risikobereich stellt das Wetter dar, da man diesem in einem Klettersteig in der Regel ungeschützt ausgesetzt ist. Vor allem Gewitter sind wegen drohender Blitzeinschläge in die Eisenteile gefährlich; Schnee und Regen lassen Seil und Fels rutschig bis unbegehbar werden.
  •  Der Fels: Durch das in Klettersteigen häufig anzutreffende stufige, schrofige Gelände, durch vorausgehende Personen und auch durch Witterungsbedingungen können jederzeit Steinschläge ausgelöst werden. Diese Gefahr ist besonders hoch einzuschätzen.
  • Der Steig: Während des Begehens sollte man immer ein Auge auf die Tritte und das Drahtseil mit seinen Ankerpunkten haben. Je nach Wartungszustand kann das Material lose, verwittert und somit nicht sicher sein.
  • Der Mensch: Vor dem Einstieg in einen Klettersteig sollten die körperlichen und psychischen Voraussetzungen überdacht werden, vor allem hinsichtlich des Schwierigkeitsgrads und der nötigen Fitness. Sollte man aus Panik oder wegen fehlender Kraft beziehungsweise Ausdauer mitten im Steig nicht weitergehen können: Ein Ausstieg ist meist nicht möglich und der Rückweg oft durch weitere Kletterer blockiert. Gegebenenfalls und bei Mitführen der entsprechenden Ausrüstung wäre ein Abseilen möglich.

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