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    Slackline und Slacken

    Ob einfach im Park zwischen zwei Bäumen gespannt oder spektakulär übers Wasser – Slacken ist faszinierend. Slacken ist das Balancieren auf einer Slackline , einem mehr oder weniger breiten Band aus dehnbaren Kunstfasern. Das englische Wort Slackline bedeutet so viel wie „lose Leine“ und deutet schon den Inhalt dieses Sports an. Die Leine wird zwischen zwei Fixpunkten gespannt, in der Regel Bäume, stabile Pfosten oder Steinpoller eignen sich aber genauso gut. Im Gegensatz zum klassischen Seiltanz auf starren Seilen, wie er aus dem Zirkus bekannt ist, schwingt die dehnbare Slackline aus und hängt durch - es gilt mit Ausgleichsbewegungen das Gleichgewicht zu halten und Schritt für Schritt zu gehen. Dieses Ausgleichen der Schwingungen ist einer der Grundgedanken des Gehens auf Slacklines. Slacken ist grundsätzlich für jeden geeignet – während sich Anfänger an ersten, wackeligen Schritten versuchen und Fortgeschrittene das Begehen immer längerer Leinen oder erste Drehungen probieren, perfektionieren Topslacker Tricks wie etwa Salti oder das Liegen auf der Slackline.

    Geschichte der Slackline

    Obwohl Slacken als junge Sportart gilt, gibt es viele Geschichten die sich um die Entstehung des Balancieren auf Slacklines ranken. Schon vor unserer Zeitrechnung gab es anscheinend in Asien Brücken aus Seilen, die über Schluchten gespannt und dann begangen wurden. Im Camp 4, dem Zentrum des Klettermekkas schlechthin, dem kalifornischen Yosemite Valley, begannen in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Kletterer auf Absperrketten zu balancieren um sich die Zeit zu vertreiben. Schon kurze Zeit später wurden mit Flaschenzüge erste Seile zwischen Bäumen gespannt, was dem heutigen Slacken schon sehr nahe kam. Dieses Balancieren diente in erster Linie zum gemeinschaftlichen Ausgleich nach dem Klettern und dem Training des Gleichgewichtssinns. Zu Beginn der 1980er Jahre begannen dann zwei junge Amerikaner das Seil durch ein Kunstfaserband zu ersetzen – das Slacken war geboren. Doch der Sport taugt noch nicht zur Massenbewegung. Der amerikanische Extremkletterer Dean Potter rückt unter anderem mit seiner Begehung der Highline, einer Slackline in großer Höhe, vom Lost Arrow zum Lost Arrow Spire das Balancieren auf einer solchen Slackline immer mehr in den Fokus der Klettergemeinschaft. Mittlerweile ist aus der Ausgleichsbeschäftigung der Kletterer im Yosemite Valley ein eigener Sport entstanden, der auch schon eine ganze Zeit lang nicht nur von Kletterern betrieben wird.

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